Unseren letzten Stopp in Teneriffa haben wir in San Cristobal de la Laguna in einem Apartment verbracht. Nach einer guten Woche unterwegs war einmal Wäsche waschen auch nicht schlecht 😅.
Unser Hauptziel für den Norden war das Anaga-Gebirge und die immergrünen Lorbeer-Wälder. An unserem ersten Tag hat uns leider das Wetter einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht. Angesagt war ein bissl Regen, angefühlt hat es sich anders. Wir sind den bekannten ‘Weg der Sinne’, der in ca 1,5 Stunden durch einen Loorberwald führt, gegangen. Es war definitiv mystisch und cool anzusehen, aber auch nass 🌧️. Von einem Aussichtspunkt aus (nach ca der Hälfte der Strecke) hat man vom Umland aufgrund der Wolken nichts gesehen 🌫️ 🫣. Da dieser Weg aber bei Touristen (aufgrund der leichten Erreichbarkeit und Gehbarkeit) sehr beliebt ist, raten wir eher zeitig zu kommen. Wir waren um 9 Uhr dort und haben noch relativ gut einen Parkplatz ergattert, ab 10 Uhr war es aber fast unmöglich (trotz Regen).



Wir haben uns daher entschlossen, an die Küste zu fahren und haben uns San Andrés, einen kleinen Badeort, der vor allem für seinen Traumstrand Playa de Las Teresitas bekannt ist, angesehen. Der Strand hat, im Gegensatz zu vielen anderen auf Teneriffa, eine goldgelbe Farbe 🏝️ und ist geschmückt von zahlreichen Palmen 🌴 . Fürs Baden war es leider zu kalt, aber wir können uns gut vorstellen, dass man hier im Sommer ein bisschen Karibik-Feeling bekommt.

Da das Wetter aufgeklart hat, sind wir dann doch zurück ins Anaga-Gebirge und direkt nach Taganana gefahren. Am Weg dorthin fährt man über Serpentinen die Berge rauf und runter und kann das grüne Teneriffa bewundern. Generell kann man sagen, dass es sich im Norden Teneriffas anfühlt als wäre man auf einer anderen Insel. Die Berghänge sind grün und sprühen vor Vegetation und es ist kälter und feuchter als im Süden.
Taganana ist ein kleines Bergdorf, in dem die Zeit stehen geblieben ist. Das Dorf schlängelt sich entlang der grünen und zerklüfteten Berge und bietet einige spektakuläre Ausblicke. Wir haben uns für eine kurze Wanderung entschieden, um ein bisschen etwas von der Atmosphäre aufzusaugen.







Für einen Ausflug ist Taganana sehr schön. Unserer Meinung nach ist aber für einen längeren Aufenthalt zu wenig los und andere Destinationen sind von hier aus eher mühsam zu erreichen.
Zum Abschluss unseres ersten Tages im Nordosten Teneriffas sind wir noch in die Hauptstadt der Insel – nach Santa Cruz de Tenerife – gefahren und sind durch die Altstadt spaziert. Auch hier haben wir gemerkt, dass wir im Norden unterwegs sind, es war spürbar weniger los, weniger Touristen, weniger Bars und weniger Klumpat-Läden 😂. In Santa Cruz gibt es einen wunderschönen großen Park, den Parque Garcia Sanabria, der uns besonders gut gefallen hat. Hier wurde auf 67.000 m² eine grüne Oase inmitten der Stadt geschaffen, inklusive umher fliegender Papageien!









An Tag zwei unseres Teneriffa-Nord-Aufenthalts haben wir uns nochmal ins Anaga-Gebirge aufgemacht, um hoffentlich besseres Wetter zu erwischen. Wir sind wieder früh aufgebrochen um einen Parkplatz beim Aussichtspunkt Mirador Pico del Inglés zu ergattern und von dort eine kleine Wanderung durch den Wald zu unternehmen. Das war wirklich eine mystische Erfahrung, zugewachsene Wege, überhängende Bäume, grüne Vegetation wo man auch hinschaut. Wirklich sehr hübsch anzuschauen und unser Weg war nicht das, was Touristen klassischerweise an diesem Aussichtspunkt unternehmen, daher waren wir auch hauptsächlich alleine unterwegs.









Nach dieser abenteuerlichen Wanderung ging’s weiter nach Chinamada, einem Bergdorf, in dem viele Häuser “Höhlen- Wohnungen” sind und in den Berg gehauen wurden. Die ganze Siedlung besteht gefühlt aus 15 über den Berg verteilten Wohnungen zu denen die Wege oft nur aus behauenen Steinen oder dem Lehmboden bestehen. Lustigerweise ist jeder dieser “offiziellen” Wege mit Straßenlaternen versehen was in Kombination irgendwie amüsant aussieht 😅. Von Chinamada hat man eine super Aussicht auf die Berge von Anaga und das Meer. Wir sind wieder nur eine kleine Runde gegangen, aber es hat uns dort sehr gefallen.









Generell ist die Gegend im Anaga-Gebirge für Bergwander-Fans wirklich gut geeignet. Wir sind aber eher bei leichteren Routen geblieben, so gut im Training sind wir nicht 😊.
Zum Abschluss des zweiten Tages waren wir noch in der Stadt Tegueste und haben dort eine Runde gedreht. Auch wieder sehr hübsch anzusehen, aber im Jänner bzw. Februar schlafen die Orte in Nord-Teneriffa einfach noch.



Natürlich darf auch ein Spaziergang durch San Cristobal de la Laguna, unserer Unterkunft-Stadt, nicht fehlen. Hier gibt es eine hübsche Innenstadt, es wirkt alles recht lebendig und durchgemischt. Z.B. gibt es nicht nur kanarische Küche sondern man findet auch einen Italiener, einen Ramen-Laden usw. 😅. In der Innenstadt gibt es viele Läden, ohne dass es zu sehr touristisch ist, und auch Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Einzig die Einbahnen haben uns ein paar Nerven gekostet und der kanarische Verkehr an sich ist irgendwie chaotischer (Google Maps weiß generell nicht immer, auf welcher Straße man sich gerade befindet 🙂↕️). In San Cristobal gibt es auch einen permanenten Bauernmarkt, der von unserer Unterkunft nur 7 Gehminuten entfernt war, daher haben wir uns dort ein paar Mal für unsere Jause eingedeckt. An unserem zweiten Abend haben wir Garnelen in Knoblauch gekocht, da haben wir uns alle Zutaten von Markt mitgenommen 🤤.






Unseren letzten Tag in Teneriffa haben wir eher gemütlich begangen und sind nochmal nach Santa Cruz de Tenerife gefahren um uns den dortigen Markt anzusehen. Das war auch ein richtig cooler Ausflug, dort gab es viele Stände, von Obst und Gemüse über Fleisch und Rohschinken bis zu einem eigenen Bereich für alle Fischhändler. Und natürlich dürfen auch ein paar Essensstandln nicht fehlen, bei denen wir uns ein paar Kroquetten als Vormittagssnack gegönnt haben.






Danach sind wir noch eine längere Runde in der Innenstadt spazieren gegangen und haben im großen Park Parque Garcia Sanabria nochmal eine Pause eingelegt (der ist wirklich toll!). Am frühen Nachmittag ging’s wieder heim und den restlichen Tag haben wir gemütlich in San Cristobal de la Laguna verbracht. Mittlerweile haben wir den Großteil unserer Sachen auch schon eingepackt und morgen geht’s dann wieder nach Hause ✈️ 👋. Morgen kommt noch ein Best-Of-Beitrag mit ein paar kulinarischen Tipps, dann ist unser Teneriffa Urlaub auch schon wieder zu Ende.
Reisebericht wie ein PR Artikel- toll!!! Guten Heimflug wünschen Sissy und Peter