Die letzten drei Nächte waren wir auf der Insel Capri – am Weg haben wir tagsüber noch Sorrent besucht. Sorrent ist eine hübsche kleine Stadt an der Küste, nur 40 Minuten mit dem Zug von Pompei entfernt (die Preise für Zugtickets sind super billig – für Pompei-Sorrent haben wir 3.80€ pro Person gezahlt). Wir sind relativ entspannt herum geschlendert und haben uns ein Zitronensorbet und ein Eis bei “Fresco Sorrento” gegönnt. Für alle die Sorrent besuchen, unbedingt hingehen, das Eis und das Sorbet waren dort ein Traum.





Danach ging’s mit der Fähre nach Capri. Wir haben in der Stadt Anacapri – im günstigsteren und ruhigeren Teil der Insel – übernachtet. Die Stadt Capri ist teurer, lauter und sehr auf Luxus und Glamour aus, Anacapri ist da natürlicher und gerade deswegen sehr schön, unser B&B (B&B Villa Damecuta) war 10 Minuten zu Fuß vom sehr hübschen Zentrum entfernt. Unsere Gastgeber-Familie war super freundlich und hilfsbereit. Am Samstag hat die Oma der Familie auf unsere Anfrage hin unsere Wäsche gewaschen (obwohl wir nur nach einem Wäscheständer gefragt haben und die Wäsche mit der Hand gewaschen hätten) und gerade eben hat sie uns selbstgemachten Limoncello aus Zitronen aus dem eigenen Garten gebracht.





Am Samstag sind wir auf Anacapri die Westküste (Sentiero dei Fortini) entlang gewandert und haben uns alte französisch-brittische Befestigungen angesehen. Der Pfad verläuft zwischen der Grotta Azzurra im Norden und dem Leuchtturm (Faro di Punta Carena) an der Südspitze der Insel. Der Weg ist von mittlerem Schwierigkeitsgrad (steile Felsstufen, zerklüftetes Gelände etc) und stark der Sonne ausgesetzt (daher viel Trinkwasser mitnehmen). Aber da es bewölkt war, war das für uns kein Problem. Dafür wird man mit einer Wanderung in der Natur ohne anderer Touristen belohnt, mit Blicken auf Ischia, Procida und den Vesuv. Während der Tour haben wir auch eine ‘natürliche Badewanne’ gefunden, die ich (Gregor) natürlich gleich genutzt habe. War sehr cool, wir waren ganz allein und das Wasser war auch etwas wärmer als im Meer.












Danach haben wir uns noch die Villa di San Michele angesehen, die dem schwedischen Arzt und Autor Axel Munthe gehört hat. Von ihm ist der Bestseller “The Story of San Michele”, der in über 40 Sprachen übersetzt wurde. Der Garten der Villa war auch sehr hübsch, Michaela und ich hätten sowas auch gerne 😍.






Am Sonntag sind wir nach Capri gefahren und haben eine Wanderung entlang der Ostseite der Insel gemacht. Entlang des Weges gab es einige schöne Ausblicke auf das Festland und den Vesuv. Ein paar Naturschönheiten haben wir auch besucht, den Arco Naturale und die Faraglioni, drei Felsformationen die aus dem Meer emporragen. Auf dieser Wanderung sind wir auch wieder wenigen Menschen begegnet. Je weiter wir jedoch zum Zentrum gekommen sind, desto mehr hat man gemerkt, dass in Capri wahnsinnig viele Touristen unterwegs sind. Vom Giardini di Augusto, einem kleinen hübschen Garten in Capri, hat man einen sehr guten Blick auf die Faraglioni und den kleinen Hafen “Marina Piccola”, dafür ist dort auch sehr viel los.













Wir sind dann noch weiter runter zur Marina Piccola spaziert, um uns nach der Wanderung abzukühlen und selbst kurz Mal ins Meer zu springen – es war sehr erfrischend 😅.


Wichtig zu wissen ist auch noch, dass es auf Capri zwei Busunternehmen gibt. Eines fährt vom Hafen nach Capri und Anacapri, dass zweite Busunternehmen verbindet Anacapri mit ein paar Sehenswürdigkeiten auf der westlichen Seite der Insel. Es gibt kaum ausgeschilderte Haltestellen, teilweise steht auf der Straße in gelber Schrift “Bus”, damit man weiß, wo eine Haltestelle ist. Uns hat das Bussystem am Anfang etwas überfordert. Dafür gibt es bei den großen Haltestellen im Hafen, in Capri und in Anacapri metallische Führungsschienen für die Warteschlangen – damit hat das hintereinander Einsteigen (und keiner kann sich vordrängeln) sehr gut funktioniert.



Ab heut sind wir in Amalfi. Zusammenfassend hat uns Capri sehr gut gefallen, hier sollte man zumindest zwei Tage verbringen um die Insel kennenzulernen und auch ohne Tagestouristen zu erleben. Und hier können wir Anacapri zum Übernachten empfehlen, das Zentrum hat uns wirklich gut gefallen, es war entspannt und die Restaurants verlangen sicher 10€ weniger pro Hauptspeise.
Tolle Bilder und Eindrücke in Capri.Noch schöne Tage wünschen Euch Sissy und Papa
Capri, abseits der Touristenströme, ein Erlebnis.